Bestattungsarten in Deutschland im Überblick
In Deutschland sind fünf Bestattungsformen weit verbreitet und gesetzlich zulässig. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis um den Faktor sechs, sondern auch im Trauerort, in der Ruhefrist, in der Konfessionsverträglichkeit und im organisatorischen Aufwand für die Angehörigen.
Welche Bestattungsart ist die richtige?
Die ehrlichste Antwort: Es gibt keine objektiv beste Bestattungsform. Was geeignet ist, hängt vom Willen der verstorbenen Person ab, von der religiösen oder weltanschaulichen Prägung, von der räumlichen Nähe der Angehörigen und vom Budget. Die folgenden Leitfragen helfen, die Auswahl einzugrenzen:
- Gibt es eine Bestattungsverfügung der verstorbenen Person? Sie ist rechtlich verbindlich und überstimmt die Wünsche der Erben.
- Soll es einen festen Trauerort geben, den Angehörige regelmäßig besuchen? Falls ja, fallen Seebestattung und anonyme Bestattung aus.
- Wer übernimmt langfristig die Grabpflege? Bei Erd- und Urnenwahlgräbern ist das eine Aufgabe für 15 bis 25 Jahre.
- Welche Konfession liegt vor? Die katholische Kirche akzeptiert die Feuerbestattung seit 1963, lehnt aber die Verstreuung der Asche ab. Im Judentum und im Islam ist allein die Erdbestattung im Sarg beziehungsweise im Leichentuch zulässig.